Die kleine Weihnachtsstadt
Wie ein Weihnachtsmärchen
Es war einmal eine kleine Fee, die ganz alleine zu Hause in ihrem Zimmer saß und sich langweilte. Sie legte sich ins Bett und schaute aus dem Fenster. Aber was war das?

Sie konnte ihren Augen nicht trauen: Sie sah nämlich den Schatten eines Schlittens, und ein kleiner dicker Mann hielt die Zügel fest, an dem kleine Rentiere befestigt waren. „Es ist – der Weihnachtsmann!“, jubelte sie und sprang aus dem Bett, lief ans Fenster und guckte hinaus. „Guten Tag, liebe Clara!“, sagte er mit dunkler Stimme. „G-g-g-uten-n Tag“, stotterte Clara, so aufgeregt war sie. „Mir ist so langweilig, lieber Weihnachtsmann! Hast du eine Idee, was ich machen könnte?“ „Nun meine Liebe….“
Er überlegte nicht lange und sagte dann: „Du könntest mit zu mir kommen, wenn du möchtest, in die kleine Weihnachtsstadt.“ „Aber liebend gerne!“, freute sich die kleine Fee. „Gut, dann spring mal auf den Schlitten. Und dann kann es losgehen.“ Clara sprang auf den Schlitten und der Weihnachtsmann rief: „Hüa!“ Die Rentiere galoppierten los. Aber auf einmal machte es Boooom!
Clara schloss vor Angst die Augen, und als sie sie wieder öffnete, sah sie lauter schöne Lichter, bunt geschmückte Tannenbäume. Der Duft von Weihnachtsplätzchen stieg ihr in die Nase und viele kleine Freunde des Weihnachtsmanns kamen, die sehr nett und nicht gelangweilt aussahen.
Bald kannte Clara alle Kinder. Sie spielten zusammen, tobten, aßen leckere Plätzchen und schmückten ihren eigenen Weihnachtsbaum. Doch als es wieder Zeit war nach Hause zu gehen, wo sich Claras Eltern bestimmt schon Sorgen machten, wollte sie nicht mehr in ihr langweiliges Zimmer zurück.
Als der Weihnachtsmann sie dann doch überredet hatte und sie zu Hause ankamen, schenkte er Clara ein Horn, in das sie pusten sollte, wenn er wieder vorbeikommen sollte. Und ab dem Tag pustete ganz oft in dieses Horn. (Ina Kalkes, 5a)

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