Die Träume des Peter Fox
1 Biographie
Peter Fox kam 1971 als Sohn einer Französin zur Welt. In seinen Kindheitsjahren begann er Blockflöte und Klavier zu spielen. Außerdem nahm er an einem Chor teil. Einige Jahre später besuchte er ein französisches Gymnasium und machte danach das Abitur auf einer anderen Schule. Er begann zunächst noch ein Studium der Musik und danach der Sonderschulpädagogik und Anglistik mit dem Ziel, Sonderschullehrer für Behinderte zu werden.

(Foto: www.fan-lexikon.de)
Ende 2001 erlitt Peter Fox eine Gesichtslähmung aufgrund einer Virusinfektion, die jedoch nicht rechtzeitig erkannt wurde und somit auch heute noch Auswirkungen in Form einer leichten Lähmung der rechten Gesichtshälfte hat.
Seit 1998 ist Peter Fox einer der besten Sänger. 2007 und 2008 an einem Soloalbum.
Dieses erschien im September 2008 unter dem Titel “Stadtaffe”. Es wurde komplett auf Deutsch eingespielt.
Neben seiner Arbeit bei Seeed hatte er auch einige Gastauftritte bei anderen Künstlern, zum Beispiel in den Liedern Marry Me von Miss Platnum und Rodeo von Sido.
Seit Winter 2008 begleitet die US-amerikanische Trommlergruppe „Cold Steel“ Fox bei seinen Tourneen.
Am 13. Februar 2009 vertrat Peter Fox mit seiner dritten Singleauskopplung Schwarz zu Blau das Bundesland Berlin beim Song Contest 2009 und erreichte den ersten Platz.
Am 21. Februar 2009 erhielt er den Musikpreis Echo in der Kategorie „Hip-Hop/Urban“, den Echo-Kritikerpreis sowie – gemeinsam mit The Krauts – den Preis als „Produzent des Jahres“. In der Woche darauf erreichte er mit seinem Album Stadtaffe Platz 1 in den deutschen Charts.
Anfang Juli 2009 berichtete Fox dem Schweizer Magazin „Sonntag“, er beende seine Solokarriere nach dem Festival-Sommer 2009, da ihm der Rummel um seine Person zu groß wird.
Heute lebt Peter Fox mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg, das ihm auch bereits häufig als Inspiration zu seinen Texten diente.
2 Das Lied: Schwarz zu blau
3 Erläuterungen zum Lied unter den Strophen (kursiv)
Komm aus’m Club, war schön gewesen
Ein Mann kommt aus einer Bar, es hat ihm gefallen.
Stinke nach Suff, bin kaputt, is’n schönes Leben
Er stinkt nach Alkohol, aber das Leben gefällt ihm.
Steig über Schnapsleichen, die auf meinem Weg verwesen
Auf der Straße liegen Besoffene herum.
Ich seh die Ratten sich satt fressen im Schatten der Dönerläden
Er beobachtet die Ratten.
Stapf durch die Kotze am Kotti, Junks sind benebelt
Er muss über Unappetitliches von Besoffenen steigen.
Atzen rotzen in die Gegend, benehmen sich daneben
Einige Kumpels können sich nicht benehmen.
Szene-Schnösel auf verzweifelter Suche nach der Szene
Eingebildete suchen Anschluss.
Gepiercte Mädels, die wollen, dass ich “Strassenfeger” lese (Eh..)
Er soll eine Obdachlosen-Zeitung kaufen.
Halb Sechs, meine Augen brenn,
Er ist nicht mehr ganz fit.
Tret auf n’ Typen der zwischen toten Tauben pennt
Leute schlafen auf dem Boden.
Hysterische Bräute keifen und haben Panik,
Mädchen drehen am Rad und schreien herum, …
denn an der Ecke gibt es Stress zwischen Tarek und Sam:
denn zwei Junge Männer streiten sich!
Tarek sagt: Halts Maul!
Sie pöbeln sich an…
oder ich werd dir ins Gesicht schlagen!”
… und drohen.
Sam hat die Hosen voll, aber kann auch nicht nichts sagen -
Einer hat Angst, will aber nicht nur zusehen.
Die rote Suppe tropft auf den Asphalt
So bekommt er auch Prügel ab.
Mir wird schlecht, ich mach die Jacke zu, denn es ist kalt
Das Ganze schlägt ihm auf den Magen.
Refrain:
Guten Morgen Berlin,
Du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau,
Berlin ist nicht immer schön.
du kannst so schön schrecklich sein,
Deine Nächte fressen mich auf
Das Nachtleben macht ihn krank.
Es wird für mich wohl das Beste sein
Ich geh nach Hause und schlaf mich aus
Am besten also: ab ins Bett!
Und während ich durch die Straßen laufe
wird langsam schwarz zu blau
Der Morgen dämmert.
Müde Gestalten im Neonlicht,
Noch ist das Licht künstlich.
Mit tiefen Falten im Gesicht
Die Frühschicht schweigt, jeder bleibt für sich
Schichtarbeiter begegnen sich, reden nicht miteinander!
Frust kommt auf, denn der Bus kommt nicht…
Alle sind gestresst, denn der Bus hat Verspätung.
Und überall liegt Scheiße, man muss eigentlich schweben
An jeder Ecke liegt Kot!
Jeder hat n’ Hund aber keinen zum Reden
Viele haben Tiere, aber keinen Menschen!
Ich atme ständig durch den Mund das ist Teil meines Lebens,
Durch den Mund atmen: den Gestank vermeiden.
Ich fühl mich ungesund, brauch was Reines dagegen
Er fühlt sich nicht gut, er braucht ein Gegenmittel.
Ich hab n’ dicken Kopf, ich muss n’ Saft haben
Er hat ein Kater und braucht neue Energie!
Ich hab dringlichen Bock auf ‘Bagdads Backwaren’!
Er hat Lust auf etwas zu essen aus einem guten Laden.
Da ist es warm, da geb ich mich meinen Träumen hin
Dort ist es gemütlich, zum Träumen.
Bei Fatima, der süßen Backwarenverkäuferin
R’n'B-Balladen pumpen aus’m parkenden Benz
Laute Musik kommt aus einem Auto.
Feierabend für die Straßengangs
Die Nachtgestalten machen Feierabend.
Ein Hooligan liegt ‘ner Frau in den Armen und flennt
Noch ein Unglücklicher!
Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart wie du denkst.
Berlin hat doch menschliche Züge!
Refrain:
Guten Morgen Berlin,
Ich bin kaputt und reib mir aus meinen Augen deinen Staub
Du bist nicht schön und das weißt du auch,
dein Panorama versaut,
siehst nicht mal schön von weitem aus,
doch die Sonne geht gerade auf,
und ich weiß, ob ich will oder nicht,
dass ich dich zum Atmen brauch…
Er weiß, dass er Berlin zum Leben braucht…
(Artem, Florian, Maurice)
Noch ein Lied von Peter Fox
2 Lied: Haus am See
3 Erläuterungen (kursiv)
Hier bin ich gebor’n und laufe durch die Straßen!
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden!
>Er kennt alles in seinem Dorf
Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen
>Vielleicht will er deshalb auch weg.
Daumen raus ich warte auf ‘ne schicke Frau mit schnellem Wagen.
>Er wartet auf eine Mitfahrgelegenheit.
Die Sonne blendet alles fliegt vorbei.
Und die Welt hinter mir wird langsam klein.
>Im Auto genießt er die schnelle Fahrt.
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht!
Ich weiß sie wartet und ich hol sie ab!
>Er freut sich auf seine Zukunft.
Ich hab den Tag auf meiner Seite, ich hab Rückenwind!
>Es ist sein Glückstag
Ein Frauenchor am Straßenrand der für mich singt!
>Er stellt sich vor, wie ein Frauenchor für ihn singt.
Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau.
schließ die Augen und lauf einfach gradeaus.
> Er träumt.
Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehen.
Im Traum gesehen, das Haus am See
>Sein Traum: Haus am See, Haus voller Kinder, eine Frau
Kein Weglaufen mehr
Ich suche neues Land
Mit unbekannten Strassen, fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen!
> Ein neuer, anderer Traum: Er stellt sich vor, in einem fremden Land, unbekannt zu sein.
Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten.
Er sieht sich in der Rolle eines Betrügers,…
Alles verlieren, Gott zeigt seinen harten linken Haken.
>doch er liebe Gott sieht alles und macht einen Strich durch die Rechnung
Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand.
> Er sieht sich als Schatzsucher
Und Frauen rauben mir jeden Verstand!
Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt.
Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold.
>Er stellt sich vor, dass er Glück in er Liebe hat und reich zurückkehrt
Ich lad’ die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fang’n vor Freude an zu weinen.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.
>Seine Rückkehr wird gefeiert.
Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See.
Organgenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.
>… ein Traum nur
(Anna, Soukaina, Suuna)

Schau mir ins Auge, LeserIn!