Carl Zuckmayer und sein “General”
Die Pflichtlektüre der Klassestufe 10 (2006/07) ist eines der mit Liebe geschriebenen Bücher Carl Zuckmayers: „Des Teufels General“. Auf Grund dessen möchte ich dies an seiner Lebensgeschichte verdeutlichen.
Carl Zuckmayers Glaube an eine höhere Gerechtigkeit, an Gott, das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Zusammenhalt von Familie und Freunden hat ihm über alle schweren Erlebnisse und Zeiten geholfen und vor allem nie die Hoffnung und den Mut verlieren lassen. 
Geboren wurde er am 27.12.1896 in Nackenheim, das bei Mainz liegt.
In seinen Adern fließt jüdisches Blut, denn der Vater seiner Mutter entstammt einer jüdischen Familie.Schon als Kind hatte er zu kämpfen. Von klein an zog er oft um.
Als er 1900 nach Mainz zog, hat er sich schon durchsetzen müssen, um Anerkennung zu
bekommen.
1914 machte er das so genannte „Notabitur“, da er sich als Freiwilliger in den 1. Weltkrieg gemeldet hatte. Auch er zog anfangs begeistert in den 1. Weltkrieg und glaubte für ein neues, besseres Deutschland zu erkämpfen. Doch seine Erlebnisse waren alles andere als schön.Eines lernte er jedoch, nämlich die Erfahrung der Kameradschaft.
Ab 1918, nach Kriegsende, studierte er in Heidelberg. Vor allem interessierten ihn die Fächer Biologie und Philosophie. Doch seine eigentliche Liebe galt dem Schreiben.1920 ging er nach Berlin.
Zwischen 1920 und 1925 schreib er einige Theaterstücke und andere Texte. Anfangs hatte er kaum Erfolg.
1925 kam dann der Durchbruch. Mit seiner Komödie „Der fröhliche Weinberg“ erhielt er sogar den Kleist-Preis. Darauf folgte seine zweite Heirat mit der Schauspielerin Alice Frank.
1926 kauften sie sich ein Haus in Österreich. Hier konnte er sich zurückziehen und in Ruhe schreiben, wobei 1927- 1931 „Schinderhannes“ und „Der Hauptmann von Köpenick“ entstanden. Letzteres basiert auf einer wahren Begebenheit.
Als Hitler 1933 an die Macht kam, schrieb er vor allem an Erzählungen und Drehbüchern. Auf Grund seiner Dichtung, die nicht der Vorstellungen von Deutschland entsprachen und auch weil „jüdisches Blut“ in seinen Adern floss, wurde er von den Nationalsozialisten auf die „schwarze Liste“ gesetzt.
Nachdem Hitler Österreich besetzte, zogen er und seine Frau in die Schweiz, emigrieren jedoch dann 1939 in die USA . Er kaufte sich 1941 eine kleine Farm in Vermont.
Dort schrieb er die diesjährige Pflichtlektüre „Des Teufels General“. Diese Geschichte basiert ebenfalls auf einer wahren Begebenheit. Sein Freund Ernst Udet, ein guter Jagdflieger aus dem 1. Weltkrieg, stürzte bei einem Testflug eines neuen Maschinentyps ab. Ernst Udet war kein Freund der Nazis, stellte sich ihnen aber zur Verfügung, um fliegen zu können. Die Ähnlichkeiten des Harras aus dem Buch und dem Udet sind deutlich zu erkennen.
1946 nach Kriegsende war die Uraufführung am Schauspielhaus in Zürich in der Schweiz. Die Meinungen über dieses Stückes waren unterschiedlich.
Es entfachte viele Diskussionsreisen in Deutschland und ermutigte Jugendliche und half ihnen dabei die Geschehnisse des Krieges zu überwinden und einen Neuanfang zu starten. 1958 kehrte er dann wieder endgültig nach Europa zurück und zog nach Saas-Fee in die Schweiz.
Er schrieb bis 1975, doch waren darunter nur wenige Erfolge, gewann jedoch sowohl Preise als auch Ehrungen. Am meisten überzeugte ihn selbst seine Autobiographie „Als wäre es ein Stück von mir“. Es ist ein Rückblick auf sein Leben.
Zu Beginn seines 81. Lebensjahres starb Carl Zuckmayer am 18. Januar 1977 in Saas-Fee.
(Irina Hartmann, 10d)





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